Jeder stirbt für sich allein von Hans Fallada spielt zwar zur Zeit der Nazi-Diktatur, ist aber auch heute noch ungemindert modern und aktuell in seinem Thema über Widerstand.

Ich muss zugeben, ich habe Hans Fallada erst vor ein paar Jahren eher zufällig entdeckt. Nach Der Trinker und Kleiner Mann – was nun?, die ich ebenfalls beide großartig fand, war Jeder stirbt für sich allein das dritte Buch von ihm, das ich gelesen habe. Und obwohl viele seiner Romane recht umfangreich sind, lesen sie sich unglaublich schnell und rasant. Auch Jeder stirbt für sich allein ist ein dermaßen mitreißender Roman, dass man die Länge gar nicht merkt. Denn inhaltlich und stilistisch gibt es einfache keine Längen.

Es ist erstaunlich, wie neu und modern sich Fallada auch heute noch liest. Nicht nur die Aussagen und Themen seiner Romane, auch die Art wie er schreibt, trifft noch immer den Nerv des Lesers. Oder zumindest meinen. Spätestens nach Jeder stirbt für sich allein ist für mich klar, dass dieser Autor zu meinen absoluten Lieblingen zählt. Diesen großartigen, aufwühlenden, emotionalen und packenden Roman würde ich schlichtweg jedem empfehlen.

Mit seiner Geschichte des Widerstands gegen ein diktatorisches Regime hat Jeder stirbt für sich allein auch heute noch Gültigkeit. Und gleichzeitig erzählt Fallada so spannend, als wäre es ein Thriller. Ein ganz großes Buch.