Essay, Super Pulp 12 Überfall im Boudoir, Blitz-Verlag

Inhalt:

Ein Essay bzw. Artikel über Fotoromane. Das ist eine Form des Erzählens, die, wie Graphic Novels, Text und Bilder miteinander verbindet. Um mehr zu erfahren, na ja, da muss man dann schon den Essay selbst lesen.

Auszug:

Was, bitteschön, soll ein Fotoroman sein? Nun, der Name nimmt es im Grunde schon vorweg. Es handelt sich um eine Geschichte, die mittels fotografierter Bildserien in Szene gesetzt wird. Man stellt also eine Reihe Bilder hintereinander (nichts anderes tut ein Film im Grunde auch), legt dann noch Text darüber, der in Form von Dialogen in Sprechblasen daherkommt … und fertig ist die Foto-Story. Verwandt ist der Fotoroman somit vor allem mit den bei uns weitaus bekannteren sequenziellen Erzählformen des Comics oder der Graphic Novel.

Ein Fotoroman verbindet also visuelles mit textlichem Erzählen. Eine feine Sache und trotzdem erfreut sich dieses Medium in unseren Breiten nicht wirklich großer Beliebtheit bzw. konnte es sich nie durchsetzen. Ein paar Kilometer weiter südlich war das ganz anders. In Italien fing es mit den Fotoromanen schon in den 1940er Jahren an. Dort erfreute sich diese eigentümliche Erzählweise in fotografierten Bildern einer immensen Popularität und das über einen ganz schön langen Zeitraum. Spätere internationale Stars wie Sophia Loren oder Gina Lollobrigida starteten in den auflagenstarken italienischen Fotomagazinen ihre Karrieren.

Phantastik in 2D

Hinter den Kulissen:

Ich muss zugeben, das war wohl meine erste richtige „Auftragsarbeit“. Mir selbst wäre es nie in den Sinn gekommen, über Fotoromane zu schreiben, wenn mich Bobby nicht danach gefragt hätte.

Bobby: „Hey, Marco, hast du nicht Lust über Fotoromanzi zu schreiben?“

Ich: „Ja, klar, wieso nicht.“ (Was zum Teufel sind Fotoromanzi?)

Nach einiger Recherche wusste ich es dann. Tja, ich denke, auch so können Texte entstehen.