Ich denke zu diesem Autor braucht man eigentlich gar nicht mehr allzu viel sagen. Charles Bukowski spricht am besten für sich selbst. Schonungslos, humorvoll, tragisch, ehrlich, voller Energie. Er lässt einem sein Leben so richtig spüren.

Der Mann mit der Ledertasche war meine erste Begegnung mit Charles Bukowski. Am Anfang war ich wirklich ziemlich vor den Kopf gestoßen von dieser unverblümten, ehrlichen und ungeschönten Sprache. Der Humor hat sich mir zuerst entzogen. Aber trotzdem ließ mich Bukowski nicht mehr los.

Ohne es gleich zu merken, hatte er einen enormen Einfluss auf mein eigenes schreiben und ich hab zahlreiche billige und schlechte Kopien von seinen Geschichten verfasst (zwei davon befinden sich sogar in Black Desert). Es war ganz unbewusst. Mittlerweile bin ich der Überzeugung, Charles Bukowski war ein ungemein guter Schriftsteller. Man muss sich nur die zahlreichen Nachahmer ansehen und keiner kann es so wie er. Das heißt: so zu schreiben wie Charles Bukowski, das muss man erst mal können!

Der Mann mit der Ledertasche liest sich so, wie er es auch geschrieben hat, schnell. Ungemein schnell und rasant. Es ist wie eine gewaltige Eruption voller Energie und Leben und Leidenschaft und Leiden, die Bukowski da auf die Seiten gebannt hat.